Kurzportfolio

Bildung inklusive e.V. wurde 2011 von Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungshintergründen gegründet, mit dem Ziel, die Schul- und Bildungslandschaft in Halle an der Saale vielfältiger zu gestalten.

Bildung verstehen wir im inklusiven und demokratischen Kontext als einen selbstgesteuerten und selbstbestimmten Weg der Kinder und Jugendlichen, sich Wissen anzueignen und die Welt für sich zu erkunden.

Inklusion bedeutet für uns die Vielfalt aller Menschen wertzuschätzen und jeden, unabhängig äußerer Zuweisungen, willkommen zu heißen. Wir streben an, die uneingeschränkte Teilhabe eines jeden zu gewährleisten. Das demokratische Miteinander wird durch das Prinzip ‚Ein Mensch – eine Stimme‘ gelebt, wodurch alle zu aktiven MitgestalterInnen werden können.

Folgende sechs Leitgedanken sind für uns wichtig:

Geborgenheit, Respekt, Liebe & Vertrauen, sie bilden die natürliche Grundlage zwischenmenschlichen Zusammenlebens an unserer KiTa und Schule. Das inklusive Miteinander ermöglicht das Recht, sich willkommen zu fühlen, unabhängig von seinen Fähigkeiten, seiner sozialen Herkunft oder seinen religiösen Überzeugungen. Daher steht der Dialog im Mittelpunkt, der es erfordert, dass Mitarbeiter, Eltern und Kinder eng miteinander kooperieren, damit für alle Beteiligten die nötigen Ressourcen gefunden werden können, um sich in der Gemeinschaft entfalten und einbringen zu können.

Wir sind der Auffassung, dass eine demokratische und inklusive Ausrichtung den nötigen Freiraum für individuelle Freiheit schafft, und erkennen somit die Menschenrechte umfangreich an. Was bedeutet, dass es Wahlmöglichkeiten geben muss, die eine freie Entscheidung über Spiel/Lernwege, -gegenstände und -umgebung geben muss. Dazu sind Organe der Mitbestimmung und -gestaltung eingerichtet. Bildung erfordert eine volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit, welche auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet ist. Sie basiert auf Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen den Menschen. Die UN-Kinderrechtskonvention und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland betonen ebenfalls das Bildungsrecht des Kindes, das auf die Fähigkeiten und die Persönlichkeit des Kindes, sowie auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien, toleranten und solidarischen Gesellschaft gerichtet ist. Dies erfordert den Respekt und die Achtung der Heterogenität untereinander, damit inklusive Werte zum Tragen kommen.

Die freie Entfaltung der Persönlichkeit der Kinder soll sich direkt in der Art und Weise der Bildungsvermittlung niederschlagen; in der freien Wahl der Inhalte und in der freien Wahl der Form. Die Entwicklung von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Wertschätzung, sowie die Entwicklung von Mitgefühl und Verantwortung für die Mitwelt und die Schöpfung, brauchen einen willkommen heißenden Raum des Lernens; eine Atmosphäre von Geborgenheit, Offenheit und Wertschätzung und folglich der Abgrenzung von Rechtsextremismus und Rassismus.

Es werden demokratische Kompetenzen gefördert und grundlegende Werte des mitmenschlichen Zusammenlebens vermittelt, damit das demokratische Bewusstsein gestärkt und die Teilhabe aller gefördert wird. Dazu zählt insbesondere das Recht auf Selbstbestimmung bezüglich des Spielens, Lernens und des Miteinanders, sowie das Recht auf Mitbestimmung innerhalb des Alltags. Das bedeutet: wir verstehen KiTa und Schule nicht nur als eine Bildungseinrichtung, sondern als einen Ort des Lebens, Lernens und Entdeckens für Kinder, Jugendliche, Eltern, MitarbeiterInnen und Gäste. Den individuellen Interessen kann ortunabhängig nachgegangen werden und das Haus öffnet sich als kooperatives Stadtteil- und Begegnungszentrum.

Die KiTa und Schule versteht sich als ein verantwortlicher Teil der nachhaltigen Entwicklung in der Gesellschaft. Die Bildungseinrichtung will ein Forum für Themen wie Ökologie, Ökonomie, Gesundheit, Interkulturalität und Solidarität sein. Nicht nur die Kinder, SchülerInnen und MitarbeiterInnen sollen einen festen Platz in der Schule haben, auch Interessierte im Umfeld sollen diese als ihren Erlebnis-, Alltags- und Lebensraum ansehen können.